Beweggründe für eine vegane Ernährung

Egal, ob man die Zeitung aufschlägt oder im Internet ein bisschen stöbert. Sobald man sich mit dem Thema „Ernährung“ beschäftigt, trifft man heutzutage immer häufiger auf die vegane Ernährungsform.

Seit der 30-Tage-Challenge des Herrn Attila Hildmann, ist es schick, keine Produkte von Tieren zu konsumieren. Manch einer wird sich nach seinem „Probemonat“ allerdings wieder ernähren wie davor. Solch eine Ernährungsumstellung sollte intrinsisch motiviert sein, denn dann ist es ein Leichtes, auf verschiedene Dinge zu verzichten. Oder ist es gar kein Verzicht?

Die Beweggründe für eine tierproduktfreie Ernährung sind so vielseitig wie ihre Ausübenden. Sicherlich kennt ihr in eurem Bekanntenkreis Menschen, die vegetarisch leben. Ein Vegetarier ist dies meist aus ethischen Gründen. So isst nun der Veganer auch keine Eier, konsumiert keine Milchprodukte und meidet Honig, um so dem Töten der Tiere – insbesondere dem der Nachkommen – Einhalt zu gebieten.

Auf Facebook findet man auch Gruppen, deren gestecktes Ziel eine Verbesserung ihrer Gesundheit ist. Viele „Neu-Veganer“ sind dies, weil es ihnen gesundheitlich nicht gut geht. Der eine möchte abnehmen, der andere will seine Schilddrüsenwerte verbessern oder den drohenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegentreten. Gute Gründe für die Ernährungsumstellung liefert ihnen der Bestseller „China Study“. In dieser Studie findet man ausführliche Experimente und Recherchen, die aufzeigen, welche negativen Folgen eine milch- und fleischlastige Ernährung haben kann.

Wer lieber sein Fahrrad benutzt, statt mit dem Auto zu fahren, hat ein ökologisches Interesse. Verschiedene Studien zeigen den ökologischen Fußabdruck einer omnivoren Ernährung. Somit leistet er als Veganer einen weiteren Beitrag zum Umweltschutz. Unter den Veganern ist ein regelrechter Wettkampf darüber entbrannt, wer mehr CO2 reduzierte. Auch ihr könnt online einmal ausrechnen, welche CO2-Bilanz ihr bei einem veganen Tag hättet.

Immer wieder hört man aber auch von Fleischessern, dass sie hin und wieder bedachter einkaufen. Sicherlich kennt ihr die Berichterstattungen über die Massentierhaltung. Wer einmal den Film „Earthlings“ sah, wird für eine kurze Zeit anders darüber denken, ob das günstige Schnitzel aus dem Supermarkt wirklich notwendig ist.

Ihr seht, es gibt viele Gründe für eine Ernährungsumstellung. Soll sie jedoch Früchte tragen, ist es essentiell, dass ihr euch mit dem Thema beschäftigt. Sich vegan zu ernähren, nur weil es im Moment ein Trend ist, ist zwar eine Option, aber wer etwas bewegen möchte, sollte Taten sprechen lassen, die von Dauer sind.

Sicherlich denkt ihr nun, was soll denn ein Veganer dann noch essen dürfen? Und in dieser Frage birgt sich die Gefahr des „Pudding-Veganers“. Auch ihn gibt es. Er streicht einfach besagte Produkte aus seinem Speiseplan und wundert sich dann, weshalb er sich schlecht fühlt.

Seid achtsam bei der Auswahl eurer Lebensmittel, denn wie gesagt, zur Zeit ist es ein Trend und viele bekannte Firmen springen auf den fahrenden Zug auf und produzieren Substitute, die man besser nicht verzehren sollte. Das wäre dann aber ein anderes Thema.

Earthlings

Quelle: Youtube